• Stöckchenschund Reloaded

    Boa nee, wie jetzt, hab ich ernsthaft das ganze Jahr keinen einzigen Blogeintrag geschrieben?

    Na gut, dann eben jetzt das Resumee ;-)

    1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?!

    6-7

    2. Zugenommen oder abgenommen?

    die üblichen Ups & Downs, je nach Kontostand O.o

    3. Haare länger oder kürzer?

    immernoch die gleiche Matte ^^

    4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

    zum Glück keins von beidem so sehr dass ich es merken würde.

    5. Mehr Kohle oder weniger?

    mehr

    6. Besseren Job oder schlechteren?

    tendenziell eher schlechter

    7. Mehr ausgegeben oder weniger?

    mehr

    8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

    ääh, den Preis für die unkreativste Antwort auf diese Frage?

    9. Mehr bewegt oder weniger?

    ich bin mir über den Sinn der Frage nach wie vor nicht im Klaren XD

    10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

    den gleichen durchgehenden Schnupfen wie jedes Jahr, Anfang August plötzliche unerklärliche Heiserkeit ^^

    11. Davon war für Dich die Schlimmste?

    die Heiserkeit, da sie es mir unmöglich machte, Anette Olzon zu übertönen XD

    12. Der hirnrissigste Plan?

    mit dem Bus von Kungshamn nach Trollhättan zu fahren XD

    13. Die gefährlichste Unternehmung?

    in Schweden nachts betrunken mim Ghettoblaster in der Hand auf den Felsen überm Fjord rumkraxeln

    14. Die teuerste Anschaffung?

    mein neuer Amp :-) (Peavey Valveking 100 Top & 412er Box)

    15. Das leckerste Essen?

    wahrscheinlich irgendn göttlicher Junk völlig ausgehungert nachts um schieß mich tot an der letzten offenen Imbißbude in ganz München

    16. Das beeindruckendste Buch?

    *zensiert*

    (Werbung für indizierte Medien ist leider strafbar ^^)

    17. Der ergreifendste Film?

    Tjaaa was gabs denn da so? Insgesamt muss ich glaub ich sagen, dass mich an den diesjährigen Kinofilmen eher die Bilder als die Stories begeistert haben.

    Kann mich da im Moment aber auch nur an Max Payne und James Bond erinnern O.o

    [Nach Nachfrage über das gemeinsame Kinoprogramm im letzten Jahr bei Epinephrine muss ich redigieren, wie konnte ich ihn vergessen?? Natürlich Der Baader-Meinhof-Komplex!!
    M äääh Asche über mein Haupt. ^^]

    18. Die beste CD?

    Nun ja. Da "Blooddrunk" nun doch nicht so der Burner war (wenn auch nicht ganz so schlimm wie gedacht) geht der Preis für die einzige gute Neuerscheinung 2008 eindeutig an... tatatataaa: Pennywise - Reason To Believe.

    Außerdem komme ich nicht umhin, (unabhängig vom Erscheinungsdatum) Leftöver Crack für "Fuck World Trade" den Preis für das Lieblingsalbum 2008 zu verleihen.

    19. Das schönste Konzert?

    "Die beiden mit meiner Band." (Zitat 2008, seconded)

    Außerdem:
    - Lordi und Massacre in Wacken
    - MetalFest in Pratteln
    - das geniale Heidenfest von 24:00 - 5:00 Uhr - yeah!
    - Paganfest war sicher auch geil, ich weiß nur nicht mehr allzuviel davon ;-)

    20. Die meiste Zeit verbracht mit?

    Epinephrine (wie gehabt)

    21. Die schönste Zeit verbracht mit?

    Epinephrine, Exo & Däni (wobei die Frage wohl lauten sollte "die meisten Hotelzimmer zerlegt mit" ;-) )

    22. 2008 zum ersten Mal getan?

    nen Song aufgenommen

    23. 2008 nach langer Zeit wieder getan?

    nen gscheiden Song geschrieben ^^

    24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

    in Itzehoe vorm Bahnhof im Regen stehen, altenglische Lautwandel, gewisse Aspekte des Silversterabends

    25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

    den Martin die sweet smelling virgin aus dem Text von Awake The Demons zu streichen (ich habs geschafft und die Menschheit vor großem Übel bewahrt)

    26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

    dem Exo n signiertes Bölverk-Drumfell XD

    27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

    ... kam vom Exo, also passts ja ^^

    28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

    ... kam von meinem Dad, aber die Bedeutung würde ohne den Zusammenhang nicht klar.

    29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

    genauso wenig Ahnung wie letztes Jahr.

    30. Dein Wort des Jahres?

    "bløtkake" (norwegisch für "Sahnetorte"), "Holzklotz"

    31. Dein Unwort des Jahres?

    spontan: "Nacktscanner".

    32. Dein Liebglingsblog des Jahres?

    ääh nö, immer noch nicht XD

    33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vor vorigen Jahr!

    http://k-a-o-s-z.blog.de/2007/12/26/stockchenschund_die_ii~3494090

    (gleich hier untendrunter :P)

  • Káosz A Városban - Stöckchenschund, die II.

    1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?!
    6
    2. Zugenommen oder abgenommen?
    k.A., das geht mir nun wirklich am Arsch vorbei...
    3. Haare länger oder kürzer?
    =
    4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
    weder noch
    5. Mehr Kohle oder weniger?
    mehr
    6. Besseren Job oder schlechteren?
    besser
    7. Mehr ausgegeben oder weniger?
    mehr, da mehr verdient ^^
    8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
    ca. 3,000,000 Euro, 100 Handys, 20 Digicams, 50 Autos und 23 Reisen, weil ich ca. 10000 mal als 999.999.999ter Besucher auf ein und derselben Website war.
    9. Mehr bewegt oder weniger?
    mich bewegt oder etwas bewegt? ^^
    10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
    seit September durchgehender Schnupfen - ansonsten ??
    11. Davon war für Dich die Schlimmste?
    s.o.
    12. Der hirnrissigste Plan?
    ein philosophisches Werk zu schreiben, das die Welt verändern wird :D
    13. Die gefährlichste Unternehmung?
    rotzedicht auf die andere Seite der S-Bahn-Schienen zum Pissen wanken
    14. Die teuerste Anschaffung?
    mein toller neuer Wintermantel mit den roten Totenköpfen drauf.
    15. Das leckerste Essen?
    puh, schwer zu sagen, aber mein Rinderbraten am Samstag war sehr sehr lecker. :)
    16. Das beeindruckendste Buch?
    102 Minuten
    17. Der ergreifendste Film?
    Ich schaue aus Prinzip keine ergreifenden Filme. Falls es der beste auch tut, das war eindeutig Shoot 'Em Up.
    18. Die beste CD?
    KMFDM - XTORT. Oder wollt ihr auch noch eine, die dieses Jahr rausgekommen ist? Ist dieses Jahr überhaupt auch nur eine einzige gute CD rausgekommen??
    19. Das schönste Konzert?
    Die beiden mit meiner Band.
    20. Die meiste Zeit verbracht mit?
    Epinephrine
    21. Die schönste Zeit verbracht mit?
    Epinephrine, Mum
    22. 2007 zum ersten Mal getan?
    freiwillig Salat gegessen, Videos gedreht, Theater gespielt
    23. 2007 nach langer Zeit wieder getan?
    Braten gemacht, längere Zeit kein Handy gehabt, irgendwas gelesen, was man gemeinhin als "Literatur" bezeichnet, Fahrrad gefahren
    24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
    Angstzustände wegen der Zwischenprüfung, Wackenheimfahrt, die Herberge in Espoo
    25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Äääähm... Mir noch nen Cocktail zu mischen?? Ich versuche selten, Leute von etwas zu überzeugen. Oh ja natürlich, Verena davon dass Pekka Liisa umbringen soll! Klare Sache ^^
    26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
    Verschlusssache.
    27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    ...war bestimmt irgendwas, was mir gerade nicht einfällt. [Edit 9.1.08: Mein Notebook natürlich, dummes Kind! Danke Daddy :) ]
    28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
    ... aber dann BluTsu ja nicht mehr BluTsu!! (oder so)
    29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
    Ähm, ja. Ich werd mich mal umhören.
    30. Dein Wort des Jahres?
    megyes rétes? oder vielleicht Andapapakatsumalusien.
    31. Dein Unwort des Jahres?
    Bundestrojaner, Literaturliste To Go
    [EDIT 16.1.08:
    Wie konnte ich es nur vergessen?!?! Ich bin bestürzt!! Was stimmt nur nicht mit mir?? Werde ich etwa tolerant?!?! Das absolute Nr.1 Unwort des Jahres lautet natürlich, es kann gar nicht anders sein:
    B A R R I E R E F R E I H E I T!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Schönen Gruß auch ans Referat IIIA 6]
    32. Dein Liebglingsblog des Jahres?
    Tja... keine Ahnung.
    33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vor vorigen Jahr!
    nincs.

  • The Underblog - Weinhnachtslieder für das 21. Jahrhundert

    Weihnachtslied

    Die Glocken kreischen weit und breit:
    Wieder einmal Weihnachtszeit!
    Kaufhäuser gefüllt zum Bersten
    Vom fünften Stock bis in den ersten
    Absatz, Umsatz wie noch nie
    Von Sydney bis nach Helsinki
    Freut euch an den Umsatzrekorden,
    Denn Gott ist Mensch geworden!

    Was das für dicke Flocken schneit:
    Wunderbare Weihnachtszeit!
    Denkt der Nachbarssohn und schippt
    Bis er aus den Latschen kippt.
    50 Kilometer Stau
    Chaos auch beim MVV
    Das Wasser gefriert in den Rohren
    Uns ist der Heiland geboren!

    Der Pfarrer krächtzt, ein Baby schreit:
    Wunderbare Weihnachtszeit!
    Die Kirche platzt aus allen Nähten
    So viele Menschen wollen beten
    Fröhlich jault der Kinderchor
    Alle täuschen Freude vor
    Auch die, die den Glauben verloren,
    Denn heut ist der Heiland geboren!

    Macht euch für das Fest bereit:
    Wieder einmal Weihnachtszeit
    Mutter schuftet in der Küche
    - was für herrliche Gerüche !-
    Blickt gehetzt zur Uhr und flucht
    Während sie ihr Messer sucht
    Muss doch den Braten schmoren
    Weil uns der Heiland geboren

    Macht euer Herz für die liebsten weit:
    Wunderbare Weihnachtszeit!
    Vati schreit den Filius an,
    Ob er nicht mal still sitzen kann,
    Mutti weint, weil Vati tobt,
    Und keiner sie für ihr Essen lobt.
    Und Oma nörgelt, während sie frisst,
    Weil uns der Heiland geboren ist.

    Er denk sich: Heute ists so weit:
    Wunderbare Weihnachtszeit!
    Der Mensch der auf dem Bahsteig steht
    Und während er näher zum Gleis hingeht
    Verflucht er Gott, das Leben, die Welt,
    Weil es nichts gibt, was ihn ihn noch in ihr hält
    Auf dem Bahnsteig von Geretsried
    Kreischen die Menschen ein Weihnachtslied
    Mitten im Schnee, der leise fällt
    Begleitet vom Schrei des Schaffners der gellt
    Und der Bremsen schrillen Akkorden
    Denn Gott ist Mensch geworden

    (Ja, ich weiß dass Geretsried keinen Bahnhof hat...)

    Heiliger Abend

    Ich bin nur ein Schatten, verloren, verirrt,
    Der durch diese dunklen Straßen spaziert.
    Wie ein Museum der Kinderzeit
    Betrachte ich eure Glückseligkeit.

    Wie ein Blutegel sauge ich in mich ein
    Familienglück, Frieden und Kerzenschein,
    Das Lachen der Kinder die nur darauf warten
    Zu hören die Glöckchen des Christkinds im Garten

    Feut euch, ihr Kinder, so lang ihr noch könnt,
    So lange man euch diese Freude noch gönnt
    Solange die Mami den Papi noch küsst,
    Solang ihr noch wisst, wo "zu Hause" ist!

    Kalt strahlt vom Tannenbaum das Licht,
    Für den, der nicht mehr von Familie spricht.
    Die Dunkelheit trocknet mir das Gesicht,
    Ein Stern geht auf und scheint für mich.

    Adevntskalender

    Kleine Fenster in der Pappe
    24 an der Zahl
    Werden jedes Jahr geöffnet,
    Scheinen sinnlos jedes Mal
    Kleine dumme Teddybären
    Glotzen mich aus ihnen an
    Woran liegt es nur,
    Dass ich mich über sie nicht freuen kann?
    Wäre ich ein kleines Mädchen
    Könnte er mich dann erfreun,
    Dieser kleine dumme Teddy
    Mit der Mütze in der neun?
    Würde freudig ich erwarten
    Tannenbaum und Weihnachtsmann
    Würd ich jeden Tag mich freun
    Dass ich ein Fenster öffnen kann?
    Nein, ich kann mir nicht erklären
    Warums nicht ist wies früher war
    Mit den dummen Fensterteddys,
    Aber eins, das wird mir klar:
    Unser Retter wird erwartet
    Und geborn in jedem Jahr
    Doch vergessen ist der Heiland
    Noch vorm ersten Januar.

  • Káosz A Városban - Juhu, ich bin ein Rockstar!

    Als mein Herr Bassist mir vor geraumer Zeit am Telefon erzählte, der Rest der Band hätte in meiner Abwesenheit beschlossen, auf seiner Geburtagsparty am 3. November unseren ersten Auftritt zu spielen, war ich davon ganz und gar nicht begeistert, da wir meiner Meinung nach noch ganz und gar nicht reif für die Bühne sind, und daran konnte auch sämtliches "Ist doch nur zum Spaß", "sind ja nur drei Songs" und "sind ja nur Kumpels" nichts dran ändern. Ich erkannte jedoch an, dass ich überstimmt war, machte mich auf ein kleines Desaster gefasst und gab damit den Ring für erbitterte Diskussionen über die Setliste frei. Wobei es ja eigentlich nicht so schwer sein sollte, drei Songs in eine Reihenfolge zu bringen - allerdings wurde da auch noch die eine oder andere Coverversion ans Tageslicht gezerrt, und es war ein langes und schwieriges Unterfangen, sie zurück in die Schatten zu verbannen :D Zwar stellte sich immernoch das Problem, dass wir noch nichts fabriziert haben, was sich als geeigneter Opener bezeichnen lässt, aber ich schaffte es in letzer Sekunde, meine präferiete Reihenfolge durchzusetzen. Soviel dazu.
    Jedenfalls war es dann am Tag bevor das Spectaculum stattfinden sollte, tatsächlich doch so weit, dass auch ich mich auf "das Desaster" freute. Und was bekam ich als erstes zu hören, als ich voll Tatendrang den Proberaum betrat? "Stephie kommt heute nicht, die ist krank. Wenns ihr morgen nicht besser geht, können wir nicht spielen." Na klasse! Das musste ja so kommen. Trotzdem stürzten wir uns volle Socke in die Arbeit und schafften es trotz einiger echter Horrordurchläufe, dass der letzte "Generaldurchlauf" der drei Stücke durchaus auftrittsfest klang! Ich ging denn auch sehr beschwingt nach Hause und freute mich mittlerweile unbändig darauf, das erste Mal Bühnenluft zu schnuppern. Zu Hause angekommen stellte ich dann erst mal auf der Suche nach dem Aufladekabel für den Camcorder das komplette Zimmer auf den Kopf, wusch mir die Haare und schrieb eine Vielzahl von Listen, was am nächsten Tag noch zu erledigen, zu besorgen und mitzunehmen sei, denn mittags wollten Toby, Stephie und ich uns auch noch in der Stadt treffen, um ein Geschenk für Martin zu besorgen, und auch Epinephrine wollte sich uns anschließen, da sie sich eh schon auf einer Demo gegen den Transrapid in der Innenstadt befand.
    Am nächsten Tage erreichte die erste Hiobsbotschaft mich denn schon, als ich Toby anrief, um die genaue Zeit und den Treffpunkt zu vereinbaren - Stephie ging es immernoch so schlecht, dass sie nicht mit in die Stadt kommen konnte. Ich packte trotzdem meinen posigen "Auftrittsgurt" mit den Ketten dran, meinen Gitarrenständer, eine Unzahl an Plektren, Gaffatape, Tesa, Schere und ähnliche Requisiten sowie Tee und Honig für Stephie in meinen Eastpack und pilgerte nach einer längeren Session vor dem eigens in die Küche geschleppten Spiegel los zur Bushalte.
    Nachdem mein Vorschlag, Martin doch eine Perücke als Ersatz für seine vor kurzem bestialisch ermordete Haarpracht zu kaufen, sie ihm während dem Auftritt zu überreichen und ihn zu zwingen, sie beim Spielen zu tragen, aus Kostengründen abgelehnt worden war, irrten wir geraume Zeit auf der Suche nach der Gitarrenabteilung durch den gerade im Umbau befindlichen Lindberg (als wir einem netten Angestellten erklärten, wir wären auf der Suche nach einem Geschenk für unseren Bassisten, wurde uns wider Erwarten freundlich der Weg erklärt und nicht zu einem halben Hirn geraten ^^) und entschlossen uns schließlich dazu, einen Gitarrengurt mit unseren Bandlogo zu versehen. Da ich eh noch zu Kaut Bullinger musste, um rote Klebefolie zu besorgen, fragten wir dort denn auch gleich nach einem Stift, mit dem man Leder verzieren konnte. Allerdings wurden wir fairerweise zum Bastelladen im Mathäser weitergeschickt, so dass wir uns, mit einem kleinen Zwischenstopp im völlig überfüllten Saturn zwecks Tape für den Camcorder, bald wieder durch die Unmengen von Menschen wühlten, die an einem Samstagnachmittag nichts besseres zu tun hatten, als uns im Weg rumzustehen. In dem Bastelladen, den ich zum Glück gleich fand, weil ich mich im Stachusuntergeschoss mittlerweile so oft verlaufen habe, dass ich mich auskennne, wusste man uns denn auch zu helfen und wir konnten zum Lindberg zurückkehren, wo ich auch noch einen South Park-Gitarrengurt erstand, in den ich mich verliebt hatte.
    Schließlich machten wir uns auf den Weg zurück zur U-Bahn. Währenddessen rief denn auch Stephie auf Tobys Handy an und gab endgültig bescheid, dass es ihr zu schlecht ging, um den Gig zu spielen. Da wir ja nun Zeit hatten, bahnten wir uns relativ angepisst (natürlich nicht von Stephie, sondern von der Gesamtsituation) einen Weg zum McDonalds und erkämpften uns einen Platz im 2. Stock. Dort erreichte uns dann eine SMS von Martin, die uns trotz allem zum Lachen brachte: Was wir denn jetzt machen? "Wir engergieren Spongebob als Sänger und betrinken uns sinnlos." war alles, was uns dazu einfiel. "Was schlägst du denn vor?" Die Antwort kam prompt: "Die July kann doch singen, oder der Manu." Abgesehen davon, dass ich keinesfalls geneigt war, dem Sänger der Haupt- und jetzt einzigen Band einen Crashkurs Bölverk zu verpassen, teilte Toby meine Meinung, dass wir unseren ersten Auftritt nicht ohne Stephie spielen konnten und ließ Martin dies auch sofort wissen. Dieser bestand darauf, dass wir trotzdem unsere Instrumente mitbringen sollten. Ich war nur froh, dass meine Gitarre sowieso im Proberaum stand, so dass ich mich da erstmal raushalten konnte.
    So machte sich Toby denn auf den Weg nach Hause, um seine Gitarre zu holen, während Epinephrine und ich in die S-Bahn Richtung Ort des Geschehens stiegen - was hätten wir auch sonst machen sollen?
    Dort angekommen besserte es meine Stimmung nicht, dass ich erstmal Türstopper für Noumenon spielen durfte und noch nicht mal meinen Krempel in den Proberaum schleppen oder mich dort auf die Couch schmeißen und heulen konnte, weil irgendwelche Idioten nicht besseres zu tun hatten, als dort zu proben ^^. Stattdessen schluckte ich brav meine Enttäuschung runter und verkünstelte mich trotzdem an der eben erstandenen roten Folie, mit der ich meine Gitarre zu pimpen gedachte. Anschließend gewann ich eine Partie Billiard gegen Jonas und begab mich dann in den mittlerweile gräumten Poberaum, um demonstrativ meine Lilliam gigfein zu machen. "Ich tu einfach so, als würden wir trotzdem spielen." Während Sophie und Toby Pizza holen fuhren jammte ich eine Runde mit Jonas und freute mich, dass ich den Camcorder zum Einsatz bringen konnte, um ein paar Ideen aufzunehmen, so dass die ganze Action nicht völlig umsonst gewesen war. Dann pinselte ich auch noch unser schickes Logo auf den Gurt für Martin (zum Großteil frei Hand, weil der Stift natürlich zu dick für die Schablone war), machte mich beim Pizza schneiden nützlich, stellte den Vodka kühl, sah Epinephrine zu, wie sie zweimal beim Billiard gegen Jonas gewann, zeigte Richard stolz unseren Proberaum und den frisch angebrachten "Káosz"-Schriftzug auf meiner heißgeliebten Randy Rhoads und fing schließlich an, mich nach allen Regeln der Kunst zu betrinken, um nicht vor Neid auf die soundcheckenden Noumenon-Jungs zu sterben. Dieser Tätigkeit widmete ich mich denn bis weit in den Noumenon-Gig hinein hingebungsvoll, bis diese uns auf die Bühne baten, um Martin sein Geschenk zu überreichen. Dessen einziger Kommentar dazu war denn. "Hm... eigentlich müssten wir jetzt doch noch was spielen...." ...und als ich die zustimmenden Rufe aus dem Publikum hörte, wurde mir klar, dass wir jetzt wohl spielen mussten. Sekunden später stand ich etwas benebelt im Proberaum und versuchte verzweifelt, mich an die 7. Zeile von Eternal Winter Shall Rise zu erinnern. Ich was fasziniert, dass ich überhaupt noch spielen konnte, und dazu sogar halbwegs rhythmisch irgendwelche Laute von mir geben und dankte, von Jahwe und Allah abgesehen, allen mir gekannten Göttern dafür, dass wir in den letzten Proben so viel Wert auf die Backing Vocals gelegt hatten, so dass mir dieses Prinzip wenigstens halbwegs geläufig war. Irgendwann fiel mir dann auch die fehlende Textzeile wieder ein und ich hatte nur noch mit meiner plötzlich eingetretenen Heiserkeit zu kämpfen. Plötzlich wurde es voll um mich herum, irgendjemand kam und schleppte das Keyboard weg. Ich fragte irgendjemand, ob ich mein Verzerrpedal mit hoch nehmen sollte. Schließlich nahm ich den Gitarrenständer und die Gitarre und schwebte nach oben. Noch zwei Plektren neben mich aufs Mischpult, meins fällt mir sicher aus der Hand. Irgendwer versuchte, mir Manus Effektgerät zu erklären. Keine Chance. Ich schaffte es schließlich, zu erklären, dass ich nur den verzerrten Channel brauchte und man ließ mich nach meinem Vodka fahnden. Epinephrine hatte schon mit den Camcorder Stellung bezogen. Was schauen die mich alle so an? Irgendwer von Noumenon hielt mir ein Kabel hin. Ich kam mir wie der größte Idiot vor, weil ich überlegen musste, wo bei meiner Gitarre die Buchse ist und war unglaublich sauer auf mich selbst, weil ich mir geschworen hatte, bei meinem ersten Auftritt nüchtren zu sein. Dabei konnte ich ja gar nichts dafür! Dann war ich halt sauer auf mich, weil ich mir geschworen hatte, nicht ohne Stephie zu spielen. Ich war mir nicht sicher, ob ich DAFÜR was konnte. Allerdings hatte ich keine Zeit, mir darüber den Kopf zu zerbrechen, also erklärte ich mich selbst für schuldig, indem ich den anderen kommunizierte, sie sollten in sich für den Fall einer Forderung nach einer Zugabe auf Winternight Journey einstellen, eine Handlung, die mir immernoch Gewissensbisse bereitet. Plötzlich fiel mir ein, dass es angebracht wäre, meine Gitarre zu stimmen. Es blieb beim Versuch.
    Nach einer Ewigkeit waren alle bereit. Ich wusste ehrlich gesagt kaum, was ich tat, als ich mich mit den zugegebenermaßen nicht gerade originellen oder intelligenten Worten "Hallo, wie ihr vielleicht wisst, sind wir Bölverk, und wir haben eigentlich eine Sängerin, die Stephie....." ins Unvermeidliche fügte. Dann waren wir auch schon mittendrin, und gelang mir irgendwie, ohne allzuviele Fehler zu spielen, zu singen und sogar auch noch zu headbangen und uns allen, das Tempo zu halten. Danach war eh schon alles wurscht und so gaben wir auch noch Winternight Journey und ein instrumentales Century Of Senselessness zum Besten. Allerdings war meine Gitarre bis zum letzten Stück so verstimmt, dass ich mein Desaster doch noch bekam. Dem Publikum war das aus irgendeinem Grund alles ziemlich egal; die Leute waren teilweise richtig begeistert von uns, vor allem Sophies Schwester, die nun die Band, deren Logo sie designed hat, zum ersten Mal zu hören bekam. Ich weiß noch, dass der Noumenon-Mensch, der mir das Kabel gereicht hatte, uns beim Verlassen der Bühne allen die Hand schüttelte und gratulierte; dann verzog ich mich schnell raus zum Rauchen, wo ich von Epinephrine und Richard umringt wurde, die mir ebenfalls gratulierten. Ich konnte es denn auch nicht lassen, jedes kleinste Detail der letzten Viertelstunde zu kommentieren und beschloss außerdem, mir den Mitschnitt gleich zu Gemüte zu führen, so lange ich noch betrunken war. Der amüsierte uns stellenweise ziemlich ("Jonas, du kannst nicht telofonieren, während wir nen Auftritt haben!!") und überzeugte denn auch Richard von der Qualität des Mikrophons, und mich davon, dass das Ganze von unten wirklich nur halb so schlimm geklungen hat - von nun an stolzierte ich durch das Jugendzentrum, als wäre ich der Eigentümer. Dementsprechend ließ ich den Abend auch ganz elitär im "Backstage-Bereich" mit Epinephrine, Riku, Toby, Sophie und Lui ausklingen. Als dann der Vodka leer war, gab es keinen Grund mehr für mich, wach zu bleiben, und ich pennte auf der Couch, bis wir zur letzten S-Bahn aufbrechen mussten. Was für ein Abend.

  • Káos A Városban - Stöckchenschund

    Wäre ich...

    ein Monat: April? September? undecided.

    ein Wochentag: Dienstag

    eine Tageszeit: Sonnenuntergang

    ein Planet: Mond (Ich weiß, das ist kein Planet sondern ein Trabant, aber mir fällt nix blöderes ein)

    ein Meerestier: Spongebob

    eine Richtung: Norden

    ein Möbelstück: Futon

    eine Sünde: eine?

    eine historische Figur: Judas Iscariot, Arminius, Nietzsche, Darwin...? Keine Ahnung!

    eine Flüssigkeit: Vodka

    ein Stein: der Stein der Weisen :P

    ein Baum: die mit der Camouflage-
    Rinde

    ein Vogel: Falke

    ein Werkzeug: Kettensäge

    eine Blume: Ranunkel? Akelei? Auf jeden Fall keine Eisblume!!

    ein Wetter: Gewitter + Sturm

    ein mythisches Wesen: ein Troll, oder vielleicht der Saunageist :D

    ein Musikinstrument: Jackson Randy Rhoads

    ein Tier: Fledermaus

    eine Farbe: da schwarz keine Farbe ist... entweder blutrot oder moosgrün

    ein Gemüse: Kartoffel, sonst müsste ich mich hassen.

    ein Geräusch: der Sound vor den Ansagen in den ungarischen Bahnhöfen ^^

    ein Element: Erde oder Feuer

    ein Auto: ein altes BMW Cabrio

    ein Lied: Century Of Senselessness von Bölverk

    ein Buch: TCMWW (leider noch unfertig)

    ein Wort: Tonk

    ein Körperteil: Kopf

    ein Gesichtsausdruck: verwirrt

    ein Schulfach: Probealarm

    eine Cartoonfigur: Eric Cartman.

  • Káosz A Városban - München: Eine Stadt im Ausnahmezustand

    Samstag in München. Epinephrine und ich sind um 3 in der Stadt verabredet, nein, diesmal nicht um rumzuhängen und Leute anzupissen, sondern, man höre und staune, zum Ungarisch lernen!
    Das Dilemma fängt schon an, als ich es verplane, am Ostbahnhof auszusteigen (Warum Ostbahnhof, ich will ja in die Stadt!). Eigentlich hatte ich ja ganz clever geplant, vom Ostbahnhof aus mit der S-Bahn zum Isartor zu fahren und von dort zum Marienplatz zu laufen. Damit ich nicht so weit mit der U5 fahren muss. Weil die ja bekanntlich zur Theresienwiese fährt. Naja, schlau gedacht, blöd gelaufen... Gut, ich wühle mich also am Odeonsplatz durch Heerscharen von Italienern und anderen mehr oder weniger betrunkenen Touris und bin dummerweise faul genug, mit der U-Bahn zum Marienplatz zu fahren. Dort brauche ich dann gefühlte 10 Minuten von der U-Bahn zum Starbucks und mir schwant schon so langsam, dass das mit dem Starbucks am Marienplatz vielleicht keine so gute Idee war, weil die Touris sich natürlich nicht mit der Wies'n begnügen, sondern bei der Gelegenheit auch noch unbedingt in die Innenstadt müssen. (Nicht, dass sie da außer anderen mehr oder weniger betrunkenen Touris und einem eingerüsteten Rathausturm irgendwas zu sehen bekommen würden.)
    Gut, ich komme also am Starbucks an und wir stellen fest, dass der Laden bis auf die Straße voll ist. Wir entscheiden, es irgendwo Richtung Uni zu versuchen und dabei noch kurz zu schauen, obs im Starbucks am Odeonsplatz vielleicht besser aussieht. Ein Blick auf den U-Bahn-Eingang und die sofortige Entscheidung, zu Fuß zu gehen. Keine gute Entscheidung, denn wie uns "Shoot 'Em Up" lehrt, wird, wenn man angepisst ist, ein Hormon produziert, dass den IQ vorrübergehend herabsetzt - und wir wollten ja eigentlich lernen. Tja, kann man nichts machen. Wenn irgendwelche italienischen Spackos meinen, sie könnten meine Freundin im vorbeilaufen begrabschen, nur weil sie keinen Typen dabei hat, dann pisst mich das eben an.
    Das Starbucks ist natürlich ganauso voll wie das am Marienplatz, und wir landen schließlich im CADU. Draußen, denn drinnen läuft Musik. Der Straßenlärm ist zwar nicht erheblich besser, aber wenigstens ein bißchen. Dafür ist es scheiße kalt. Trotzdem schaffen wir es irgendwie, uns durch ein paar Vokabeln zu kämpfen. Lang ertragen wir die Kälte aber nicht und flüchten abermals, diesmal in die Uni-Lounge. Dort geht auch eine ganze Zeit lang alles gut. Bis dann irgendwer auf die Idee kommt, die absolut unerträgliche Dance-Musik auf annähernde Disko-Lautstärke zu cranken und damit nicht nur Konzentration, sondern auch jegliche Unterhaltung absolut unmöglich wird.
    Da das Starbucks mittlerweile nur noch eine Stunde offen hat, beschließen wir, es mal bei der Cocka Hola Coffee Company (ups, das war Gutter Trash ^^) am Odeonsplatz zu versuchen, die immerhin bis um 11 auf hat. Dummerweise haben wir aber mittlerweile komplett verplant, dass dort gerade das "AnderArt"-Kulturfestival stattfindet. Ehem.

    Kurzer Exkurs.

    Normalerweile ist München das toteste vom Toten was man noch irgendwie unter semantisch gesehen eigentlich nicht mehr zumutbaren Einschränkungen des Begriffs auf reine Fakten, sprich die Einwohnerzahl, als "Großstadt" bezeichnen kann. Unter der Woche werden die Bürgersteige hochgeklappt, wenn um 1 die letzte U-Bahn fährt. Die Kneipen, die ich kenne, die unter der Woche nicht um 1 zumachen, kann ich an einer Hand abzählen. Wenn man nach 12 durch die Straßen läuft, könnte man manchmal meinen, die Einwohner wären allesamt bei nem Giftgasangriff draufgegangen. Man wird nachts um 2 von Polizisten gefragt, was man um die Uhrzeit draußen macht, es ist doch Wochentag. An einem Tag in einer normalen münchner Woche kann man ins Kino gehen oder Billiard spielen oder saufen oder nach Hause.
    Aber es gibt ein paar Ausnahmen, die da wären: die Wies'n, das Tollwood, das Stadtgründungsfest, diverse Weihnachtsmärkte und... hm. Mehr fällt mir da jetzt auch nicht ein. Außer demonstrierenden Christen am Marienplatz. Jedenfalls ist es ein annähernd surrealer Anblick, mitten im allergrößten Poshviertel unserer spießigen intoleranten Poshstadt eine Bühne aufgebaut zu sehen, auf der eine Band annähernd hörbare Musik spielt, während Leute sich dazu auf irgendeine Art und Weise bewegen, die bei mir keinen halben Lachkrampf auslöst.
    Und jetzt die Preisfrage.
    Was um alles in der Welt habe sich die Veranstalter dabei gedacht, dieses merkwürdige Event ausgerechnet dann steigen zu lassen, wenn die Stadt sowieso schon so voll mit mehr oder weniger betrunkenen Touris ist, dass man keinen Meter gehen kann ohne einen mittelgroßen Wutanfall zu bekommen??? Mehr Geld? Mehr Völkerverständigung? Dafür sorgen, dass die mehr oder weniger betrunkenen Touris nicht mitbekommen, dass München eigentlich eine spießige intolerante Totenstadt ist? (Nicht nötig, während der Wies'n ist überall Party und wir sind alle Freunde.) Das Verkehrsnetzt endgültig lahmlegen? (Stirb Langsam 4.0 lässt grüßen) Ein weiteres mögliches Ziel für einen Terroranschlag bieten, damit die Wies'n verschont bleibt?

    Wie dem auch sei: Das Ganze Spektakel muss jedenfalls direkt neben der offenen Tür von der Cocka Hola Coffe Company stattfinden, so dass unsere Chancen, auch nur eine einzige Vokabel in unseren Kopf zu kriegen, in etwa genauso groß sind, wie wenn wir es gleich den mehr oder weniger betrunkenen Touris gleichgetan und uns im Schottenhamel breitgemacht hätten. Ein weiteres temporäres Absinken unseres IQs macht die Situation auch nicht besser. Laut vor uns hin fluchend bahnen wir uns in einem Akt der Verzweiflung unseren Weg in die Fünf Höfe. Und man glaubt es kaum: Dort findet sich tatsächlich ein geschlossener Biergarten in einem stockdunklen Hinterhof, mit leise pritschelndem Wasser und annähernd gemütlichen Bänken. Die nächste Lektion kann in Angriff genommen werden.

    Als es langsam ernsthaft kalt wird, werkeln wir uns schließlich zurück zur U-Bahn. Am Stiglmeierplatz steigen wir aus und sind auch recht bald die letzten mehr oder weniger betrunkenen Touris los. Die letzte Lernsession für diesen Tag findet im Cinema-Foyer bei Coke und Nachos statt. Das zweite Mal "Shoot 'Em Up" - ob zur Belohnng oder zum Abreagieren, das sei dahingestellt...

  • The Underblog - Regennazis

    Es gibt Menschen, die haben anscheinend panische Angst davor, nass zu werden, wenns regnet. Deshalb müssen sie an einem Regentag bevor sie ein Gebäude verlassen, erst checken, ob es regnet oder nicht. Bei manchen Exemplaren jener Gattung ist das auch noch halbwegs vertändlich, das sind nämlich die, die sich, sollten sie feststellen, dass es regnet, eine Mütze aufsetzen oder einen Regenschirm aufspannen. Andere verändern, auch wenn es regnet, nichts an ihrem Outfit, sie wollen sich wohl einfach nur mental darauf einstellen.
    Eine geeignete Methode, um die gewünschte Information zu erlangen, wäre nun, in Richtung einer Lampe oder irgendeiner dunklen Stelle zu schauen (oder ganz clever: aus dem Fenster). Allerdings ist das den meisten Menschen nicht genug, und so kommt es zu dem meiner Meinung nach sehr amüsanten Phenomen der Regennazis: Menschen, die aus einem Haus kommen und den rechten Arm heben. Was wiederum zu einem weiteren Phenomen führt, nämlich dass die July plötzlich lachen muss und niemand versteht warum.....

  • Káosz A Városban - Das Wurstsemmeldilemma

    In der Pause zwischen zwei Vorlesungen gibt es doch nichts besseres als eine leckere Wurstsemmel. Leider ist es ein Ding der Unmöglichkeit, irgendwo in Uninähe so ein Objekt der Begierde aufzutreiben!
    "Was?!" werden die Unwissenden jetzt fragen. Gibts doch überall! An der U-Bahn, im Lottoladen, in der Amalienstraße,...
    Falsch. Wenn ich sage "Wurstsemmel", dann meine ich damit das, was das Wort impliziert: Eine Semmel mit Wurst drauf. Will heißen: NUR mit Wurst! Ich rede hier nicht von Butter oder Essiggurken, das lass ich mir ja gerade noch eingehen, sondern von Folgendem:

    Leberkässemmeln mit Salatblatt. Salat gehört auf Sandwiches und auf Burger, aber doch um Himmels Willen nicht auf eine WURSTSEMMEL!!! Noch schlimmer: Leberkässemmeln mit Salatgurke (??) und - Tomatenscheiben!! Mal im Ernst, ich hab doch kein Leberkässandwich bestellt, oder?

    Semmeln mit Salami und Käse. Schön und gut, wers mag - aber es wäre nett, wenn es dann auch Salamisemmeln OHNE Käse geben würde. Gibts aber nicht! Allerdings kann der Käse auch sehr praktisch sein, er hält nämlich die Tomatensiffe von der Salami ab. *seufz*

    Aber das ist alles nich nichts gegen das, was mir heute passiert ist: Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als ich zum "Snackstand" kam, und da lag etwas hinterm Tresen, was man dort als erfahrener Student niemals erwarten würde: Eine Leberkässemmel OHNE SALAT!!! So hielt ich nun freudig erregt dieses göttliche Ding in den Händen und wollte gerade hineinbeißen, als mich fast der Schlag traf ob der Blasphemie, die ich entdecken musste: Da hatte es doch tatsächlich jemand gewagt, EINE SCHEIBE EMMENTALER ZWISCHEN DIE BEIDEN SCHEIBEN LEBERKÄSE ZU STECKEN!!!!

    Leute, ihr macht mich fertig.

    Allerdings ist das immernoch NICHTS gegen den Versuch, an einer Araltankstelle etwas Essbares zu erwerben. Salamisemmeln mit - jetzt halten euch fest: ORANGENSENF!!! Und die machen damit Werbung! Und finden das toll! Und denken, man kauft die Scheiße deswegen!

    Manchmal glaube ich, diese Welt ist einfach nicht für mich gemacht.

  • The Underblog - Das Brot ist wie Kleister am Heustrand

    Was herauskommt, wenn Epinephrine und mich beim Telefonieren in den frühen Morgenstunden spontan die Muse küsst - das kann man jetzt hier bewundern, zumindest meine Ergüsse :D

    Opus 00

    Ich bin das große Werwiewas
    Die Frage aller Fragen
    Ein Hirngespinst, ein Geistesblitz
    Die Plage aller Plagen.

    Mein Herz ist schwarz wie Milchkaffee
    Und hart wie Sandgestein,
    Und wenn ich morgens aufwach, denk ich
    "Musste das denn sein?"

    Ich fordre Optiker fürs Volk,
    Damit sie besser sehn:
    Wer sonst nichts zu ficken abkriegt -
    Fickt doch das System!

    Expressiodadanihilismus!
    Lest zwischen den Spalten!
    Wer hier eine Message findet,
    Der darf sie behalten.

    Jack the Ripper 2000

    Dear Boss, hier schreibt der, den du suchst,
    Und wenn du jetzt auch noch so fluchst
    Den Uterus hab letzte Nacht
    Ich schleunigst auf die Post gebracht.

    Dabei lag auch - nun sei gespannt -
    ein voll bespieltes Videoband!
    Und Channel One und BBC
    Schickte ich auch gleich ne Kopie.

    Anna Blume - Expressiodada

    Tote Anna Blume! Tote Anna Aster, voll rot
    auf dem Pflaster, was sagen die Leute?

    1. Anna Blume ist tot.
    2. Anna Blume hat ein Grab in den Wolken so
    eng, schnäddärängdäng!
    3. Wo ist sie denn nur geblieben, die
    Gebärmutter der roten toten Annabanna
    Blume?

    Lass sie flennen, Kirchturm haben wir schon
    lange keinen mehr! Ein angepisster Islamist,
    und 30 Jahre Bauarbeiten im Arsch.

    Anklage

    Rote Blumen strahlen in den Herbst aus meiner
    Welt. Fenster auf, lass doch den Nebel nicht
    draußen warten! Regentropfen klopfen
    düstres Glück - zum Teufel mit dem Sommer,
    wo er hingehört!
    Langschläfer sind wir! Drum trinken wir die
    Milch am Abend. Was habt ihr denn gedacht?

    Die Schabe im Rohr

    Oh traurig ists, in das Rohr zu sehn,
    Wenn es schimmelt im Schweinebauche
    Sich die Aromen und Dünste drehn
    Wie ne Kranke sich räkelt im Schlauche.
    Oh schaurig ists, in das Rohr zu sehn, wenn
    so töricht flüstert die Traute!

    Fest tritt die Bibel das witternde Rind
    Und denkt "Was für eine Plage!"
    Hoch über den Dächern hauset ein Kind
    Was haschelt da drüben, so sage!
    Das ist der gespenstische Weberknecht,
    Der den Kleisterrest im Dorfe verzecht
    Hu hu, die July is irre, die spinnt!
    Hin guckt nur das Schäblein vage.

    (Edit: Oder das Schäublein? - ;) )

    Und auch das noch:

    Dem Stollentroll, dem Stolllentroll, dem
    stinkts in seiner Rolle voll!
    Drum stopft der Troll, mit tapfrer Miene, sie
    einfach in die Waschmaschine!

    Jetzt mal im Ernst... wer ist der Meinung, wir hätten lieber schlafen gehen sollen? :D

  • Káosz a Városban - Ein Tag in der Stadt mit Tohuvabohu

    Eigentlich wollten wir uns ja nur das neue KMFDM-Album besorgen. Allerdings endete das Ganze vorerst damit, dass wir uns mit erklecklich KMFDM-CDs und schwarzen Mänteln für den Weltuntergang eindeckten...

    Erstaunlich wie verwirrt Verkäufer in Musikläden schauen können, wenn sich zwei Leute Cds kaufen. Was daran lag, dass es sich offensichtlich um zwei Menschen handelte, die sich einigermaßen näher kennen, und die beide DIE GLEICHE CD kauften. Jaja, wir leben in einer traurigen Zeit. Das stellten wir gleich auf dem Weg zum Stachus mal wieder fest. Es ist erstaunlich, wie sehr die Münchner Metaller- und Gothquote in letzter Zeit zugenommen hat. Genaugenommen sogar so sehr, dass keinerlei Solidarität zwischen diesen beiden Szenen mehr vonnöten ist, so dass man sich im Vorbeigehen von zwei Goths als Emo beschimpfen lassen muss! Aber damit nicht genug, die beiden Emos, denen wir in der U-Bahn begegneten schauten uns die ganze Zeit mindestens genauso böse an wie der Rest der Belegschaft. Die einzig coole Gestalt war ein Typ mit Cowboyhut, der das gleiche Wacken-Shirt anhatte wie ich und mich freundlich mit den Horns grüßte. WAS? Ich begene ernsthaft in der Fußgängerzone jemandem, der das gleiche Shirt anhat wie ich? .... Mir fehlen die Worte. Allerdings kann er nicht aus München gewesen sein. Münchner Metaller sind nicht freundlich.
    Irgendwann machten wir uns auf den Weg zur Giselastraße, wo Epinephrine sich mit ihren Eltern traf, um essen zu gehen. Da ich keinerlei Ambitionen hatte, nach Hause zu gehen, ging ich einfach mit. Italienisch. Ich mag kein italienischen Essen. Dann die Karte. 5 verschiedene Pasta-Gerichte (keine Spaghetti Carbonara), Pizza und ansonsten komplett absurde Fleischgerichte. Davon abgesehen, dass die Karte zum Großteil auf italienisch war. (Ich war versucht, zu fragen, ob ich ne deutsche Karte haben kann.) Das einzig vernünftige war die "Linderlende" (so die Aussprache des Kellners), aber wenn ich eingeladen werde, bestelle ich mir kein Gericht für 15 Euro! Also entschied ich mich wohl der übel für eine Pizza. Ich mag keine Pizza beim Italiener, und heute hatte ich erst recht keine Lust auf Pizza, aber egal. Ich hätte ja auch heimgehen und kochen können. Epinephrines Eltern bestellten sich natürlich beide die Rinderlende. Wenigstens war der Salat gut. Was mich aber am allermeisten angaste, war, dass die Kellner durchgehend unbeirrt italienisch sprachen, ob man sie nun verstand oder nicht. Die unglaublich überflüssigen Versuche irgendwelcher Proleten auf der Leopoldstraße, durch unsachgemäßes Bedienen ihrer Autos die Blicke der Passantinnen auf sich zu lenken, im Hintergrund störten da auch nicht mehr all zu arg. Ähnlich plump waren der Versuch eines Kellners, Epinephrine anzugraben, als sie für mich nach Streichhölzern fragte. Ich war ganz froh, als wir uns nach einigem Gelästere über Leute in Röcken und Leggins zurück nach Hause schleppen konnten. Diesmal gabs in der U-Bahn keine Emos, dafür viel mir irgendwie die Tatsache auf, dass wir in einer voll besetzten U-Bahn die einzigen Deutschen in unserem Sichtfeld waren.

    Zuhause knallten wir dann fröhlich Tohuvabohu in den Player. Für irgendwas muss ich das Ganze ja gelohnt haben. KMFDM ahoy.

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